Petra Himmel - Heilpraktikerin für Psychotherapie
Hypnose- & Entspannungs­therapeutin

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2020-10-14

Leichtigkeit und Gelassenheit ins Leben bringen

Unsere Gedanken bestimmen unser Leben, deshalb achte gut auf das was du denkst oder… wie wir Menschen uns das Leben schwer machen können…

Die Macht unserer Gedanken

Unsere Gedanken und Glaubensmuster bestimmen unser Leben
Es sind nicht die Ereignisse an sich, die uns Menschen psychisches Leid bringen, uns in tiefe Verzweiflung, panische Angst oder exzessive Wut versetzen, sondern unsere persönliche Wahrnehmung und Bewertung dieser Ereignisse.
Wir können entweder:
- unangemessene Reaktionen bei uns „produzieren“
- aus einem Problem mehrere Probleme machen
- uns selbst auf den Weg der Selbstschädigung führen

Wir können aber auch bei entsprechender Wahrnehmung und Bewertung bestimmter Ereignisse solche Gefühle in uns wachrufen, die unserer jeweiligen Lebenssituation förderlich sind.

Welche irrationalen Anschauungen und Lebensphilosophien sind es, die uns Menschen daran hindern, in angemessener Weise auf die Herausforderungen der Umwelt zu reagieren?

1. Irrationale Idee
Ich muss von jedem – zumindest von jeder Person, die mir etwas bedeutet - nahezu immer geliebt, geschätzt oder anerkannt werden; wenn dies nicht der Fall ist, so wäre das schrecklich.

Beispiele:
„Die Leute mögen mich nicht.“(und das ist schrecklich)
„Ich habe Angst ihn darum zu bitten.“(denn er könnte ablehnen, und das hieße: mich ablehnen)
„Ich kann mich nicht durchsetzen.“(weil ich Ablehnung nicht ertrage)
„Ich tue alle für sie/ihn.“(damit sie/er mich ja liebt)
Hinter all diesen Äußerungen verbirgt sich die absolutistische Forderung nach Anerkennung und Liebe.

2. Irrationale Idee
Ich bin ein Mein Mensch ohne Wert, wenn ich mich nicht in allem – oder zumindest auf einem wichtigen Gebiet – überaus kompetent, tüchtig und erfolgreich erweise.
Beispiele:
„Ich tauge zu nichts.“
„Ich muss die Prüfung schaffen.“
„Ich muss stolz auf mich sein können.“
„Wenn ich nur nicht diesen Fehler gemacht hätte.“
„Ich habe nichts zu sagen.“

Menschen , die dem perfektionistischen Anspruch der 2. irrationalen Idee nachhängen glauben, dass sie keine Fehler machen dürfen, da sie sonst dumm und wertlos seien. Sie leben im ständigen Stress und ständiger Angst vor Fehlern und bezahlen diese selbstschädigende Lebenseinstellung mit verschiedenen psychosomatischen Leiden wie Kopfschmerzen, Magen- und Herzbeschwerden.

3. Irrationale Idee
Wenn andere Menschen unfair oder schlecht handeln, sollte man sie streng zurechtweisen und bestrafen, denn sie sind böse und verdorbene Menschen.
Beispiele:
„So kann er doch nicht mit mir umspringen.“
„Das zahl ich ihr heim.“
„Das soll sie mir büßen.“
„Mit so einer würde ich kein Wort mehr sprechen.“

Die Grundlagen der 3. irrationalen Idee ist der Glaube, dass es zwei Kategorien von Menschen gibt. Gute und böse, Engel und Sünder. Dieser Glaube ist natürlich Unsinn. Menschen können „schlecht“ oder falsch handeln, das macht sie aber nicht in ihrer Gesamtheit zu wertlosen, schlechten Menschen.
Es bedeutet eine unzulässige Generalisierung, von einzelnen Verhaltensweisen auf die gesamte Persönlichkeit zu schließen.

4. Irrationale Idee
Es ist schrecklich bzw. eine Katastrophe, wenn die Dinge nicht so sind, wie ich sie gerne hätte.
Beispiele:
„Nichts macht mir mehr Spaß.“
„Das halte ich nicht aus.“
„Das kann ich mir überhaupt nicht vorstellen.“
„Wenn das so weitergeht.“
„Die Welt ist zum Kotzen“

Die Realität der Welt ist in vielerlei Hinsicht sehr unerfreulich. Es ist deshalb sehr vernünftig, wenn Menschen angesichts unschöner Zustände Überlegungen anstellen, wie sie diese zum Besseren ändern könnten.
Unvernünftig ist es aber, sich angesichts der Realität in tiefe Depressionen oder lähmende Angst zu versetzen, indem man fordert, dass die Realität anders zu sein habe, als sie nun einmal ist.
Es gibt keinen Grund, warum die Welt anders sein sollte, als sie ist, wenn es auch viele Gründe gibt die Realität unerfreulich und frustrierend zu finden.

5. Irrationale Idee
Emotionale Probleme haben „äußere“ Ursachen und ich habe wenig Möglichkeiten, meine Gefühle zu verändern oder zu kontrollieren.
Beispiele:
„Wenn er/sie sich anders verhalten würde, ginge es mir besser“
„Der Kunde hat mich heute wieder aufgeregt, kann er nicht weniger anstrengend sein.“

Nicht die äußeren Umstände sind es die zu unserem emotionalen Befinden führen, sondern die Gedanken, die Bewertung der betreffenden Situation
Situationen an sich können keine Emotionen auslösen. Es sind unsere Gedanken, unsere Glaubensmuster, die zu einer individuellen Bewertung führen und die Emotionen, wie Wut, Ärger, Traurigkeit in uns auslösen.

6. Irrationale Idee
Ich muss mir große Sorgen machen oder mich sehr ängstigen angesichts von Ereignissen, die möglicherweise gefährlich sein können.
Beispiele:
„Ich kann es doch nicht einfach auf mich zukommen lassen.“
„Oh, wie schrecklich, wenn ich durch die Prüfung falle!“
„Ich muss dauernd daran denken, dass……

Unsere Welt ist eine Welt der Wahrscheinlichkeit. Nur wenige Entwicklungen in der Zukunft lassen sich mit letzter Sicherheit vorausbestimmen. Leben bedeutet daher immer, Risiken einzugehen.
Viele Menschen sind von der Forderung nach absoluter Sicherheit geradezu besessen. Sie wollen eine Garantie, dass ihr Partner/Partnerin sie niemals verlassen wird, dass den Kindern beim Spielen nichts zustößt und dergleichen mehr.

7. Irrationale Idee
Man braucht jemanden, der stärker ist als man selbst, auf den man sich stützen kann.
Beispiele:
„Alleine schaffe ich es nicht.“
„Wie soll ich ohne sie/ihn zurechtkommen.“
„Wenn ich nur jemanden hätte, mit dem ich mich aussprechen könnte.“
„Alleine mag ich nicht in Urlaub fahren.“

Es ist erstaunlich, wie viele Menschen glauben, dass sie unbedingt eine schützenden Mann, eine hegende Frau, einen aktiven Freund etc. benötigen, um durchs Leben zu kommen. Es ist wünschenswert, wenn man andere Menschen um Rat fragen kann, wie man am besten bestimmte Probleme bewältigt. Es ist aber unsinnig, die Lösung von Problemen wie ein kleines Kind von anderen zu erwarten und sich dadurch in übergroße Abhängigkeiten zu verstricken.

8.Irrationale Idee
Es ist leichter Schwierigkeiten aus dem Weg zu gehen, als sich Ihnen zu stellen. Ich muss mich immer wohl fühlen und darf keinerlei Schmerz ertragen müssen.

Beispiele:
„Das ist mir zu unangenehm.“
„Ach, ich bleibe lieber zu Hause.“
„Das schaff ich einfach nicht.“
„Dann habe ich ja gar nichts mehr vom Leben.“

Diese Idee stellt den Ausgangspunkt für etwas dar, was wir als geringe Frustrationstoleranz bezeichnen. Sie führt leider häufig dazu, dass Menschen mit emotionalen Problemen wider besseren Wissen an ihren Problemen nicht arbeiten. Sie meinen , dass ihnen die Lösung ihrer Probleme die Welt oder zumindest der Therapeut schulde, ohne dass sie hierfür Unannehmlichkeiten auf sich nehmen müssen.

9. Irrationale Idee
Meine Vergangenheit ist die Ursache für meine gegenwärtigen Probleme, weil etwas, das sich früher einmal stark auf mein Leben auswirkte, dies auch weiterhin tun muss.
Beispiele:
„Ich komme eben aus einem autoritären Elternhaus.“
„Das liegt an einer verpfuschten Erziehung.“
„Schon in der Schule war ich immer der Außenseiter.“

Mit dieser Idee blockieren sich manche Menschen hartnäckig, anstatt für eine Änderung in ihrem Leben zu arbeiten. Es ist klar – wer glaubt, dass er sich nicht ändern kann, der wird mit geringer Wahrscheinlichkeit eine Änderung erzielen.

Die Erkenntnis, dass es immer oder nahezu immer gegenwärtige Gedanken und Einstellungen sind, die unsere emotionalen Probleme verursachen, stellt eine entscheidende Hilfe bei der Überwindung dieser Idee dar.

Admin - 17:12:02 @








 
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